Bewerber

Vorstellungsgespräche nerven einfach

Von Thorsten Geppert am 26.04.2011, geändert 03.06.2011 (5354 Aufrufe).

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach zwei Auszubildenden. Auszubildenden, bei denen es sich auch lohnt, sie auszubilden. Klingt dieser Satz nicht vollkommen daneben und menschlich herabwürdigend? Mag sein, früher sah ich das auch so, aber heute trifft er wie die Faust auf's Auge.

Wir bilden schon sehr lange aus. Hauptsächlich Verlagskaufleute, aber seit einigen Jahren auch Fachinformatiker mit der Fachrichtung "Anwendungsentwicklung". Nun ist es so, dass unser jetziger Azubi seinen Abschluß macht und uns dann leider verlässt. Dementsprechend suchen wir einen neuen Menschen, um ihn zum Anwendungsentwickler auszubilden. Zusätzlich suchen wir noch einen, den wir zum Informatikkaufmann ausbilden können. Und das seit 1,5 Jahren.

Meine Kollegen meinen, meine Messlatte sei zu hoch angesetzt, was ich eigentlich nicht finde.

Beginnen wir am Anfang. Ich möchte aufzählen, was die Leute so alles falsch machen können.

  1. Bewerbung
    1. Rechtschreibung und Grammatik: Nun, wir sind bei einem Bewerbungsschreiben, nicht in einem Blog (*hust*) oder einem Chat, wo die Rechtschreibung nicht immer so wichtig ist (vor allem, wenn man kein professioneller Schreiberling ist). Es ist so, dass nicht ab und an nur ein Komma fehlt. Es fehlen teilweise tatsächlich Worte. Sätze sind so nicht vollständig. Lasst eure Bewerbungen gegenlesen. Bitte von Leuten, die der deutschen Sprache mächtig sind.
    2. Beruf 1: Es fehlen aber nicht nur einfache Verben oder Adjektive, nein auch fehlt manchmal genau das Wort, auf das die Stelle zutrifft. Ein Beispiel (tatsächlich aus zwei Bewerbungen in den letzten drei Monaten entnommen): "Ich bewerbe mich bei Ihnen als.". Ja, bei einem Scheck wäre ein Blankofeld toll, aber in einer Bewerbung? Nein.
    3. Anschreiben: Fehler wie "Sehr geehrter Frau Uschi," sind absolut daneben.
    4. Fummeln: Bewerbungen auseinanderzufummeln, weil sie irgendwie zusammengesteckt sind, macht keinen Spaß.
    5. Wurst und Schokolade: Obwohl ich Schokolade liebe, schmiert man sie nicht auf ein Anschreiben drauf. Das und auch Leberwurst, beides schon erlebt.
    6. Beruf 2: Stellenausschreibung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung: "Ich bewerbe mich auf Ihre Stelle als Einzelhandelskaufmann.". Leute! Ihr wisst schon, dass eure Bewerbungen Geld kosten und ihr somit keine Chance habt?
    7. Ich kann: "Ich habe weitgehende Erfahrungen in Microsoft Office, Vista und programmiere HTML, womit ich mich sehr gut auskenne.". Es ist so, dass in unserer Stellenbeschreibung genau drin steht, dass wir Linux/FreeBSD/Mac OS X und C++ machen. Leute, ein geschätzter Fünftklässler, der sich für den Bereich wirklich interessiert, kann "Microsoft Office, Vista und 'schreibt' HTML". Da ist nichts dabei. Und "sehr gute Kenntnisse", dass ihr da mal nicht übertreibt.
    8. Europäischer Computerführerschein: Also bitte, nein. Nein. Nein. Nein. Wenn ihr sowas gemacht habt, schämt euch dafür, aber legt es nicht zum Fremdschämen bei. Wir setzen voraus, dass ihr für den Beruf eine gewisse Grundbildung in dem Bereich mitbringt.
    9. Null-Acht-Fünfzehn und Referenzen: Wenn man so viele Bewerbungen gelesen hat, wie ich, findet man es irgendwann echt öde, diese standardformulierten Phrasen zu lesen. "Ich arbeite selbständig, kann mich aber auch gut ins Team integrieren.", "Mit viel Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen." (sich aber nicht über die Firma und/oder den Job informiert), "Ich interessiere mich sehr für Computer.". Argh, Leute. Fast jeder Bewerber schreibt das. Und nur das. Wodurch hebt ihr euch hervor? Klar, durch die an die Bewerbung geschmierte Schokolade. Es kommt selten vor, dass ein Bewerber (jetzt seit zwei Jahren nicht mehr wirklich erlebt) mal eine Referenz mit schickt oder einfach nur eine individuelle Bewerbung. Mit Referenz meine ich, ein kleines Programmierprojekt, auf CD oder zum Herunterladen, was ganz einfaches und kleines genügt schon (vielleicht ein Programm, das auf der Kommandozeile die Uhrzeit ausgibt oder eine Stoppuhr oder irgendwas). Davon habe ich bisher in sechs Jahren nur drei Bewerbungen gehabt. Warum interessiert euch der Job, wenn ihr überhaupt nicht wisst, was man da macht und ihr euch nicht schon ein wenig mit der Materie beschäftigt? Ich denke, ein angehender Bäcker hat auch mal Kekse oder Brot gebacken, ein Tischler mit Hammer und Säge gearbeitet. Wo ist das Problem? Das hebt euch hervor, auch bei einer schlechteren Bewerbung. Leute, die schlechte Noten haben, dafür aber Potential, laden wir dennoch gerne ein.
    10. Lose Blättersammlung: Es kann nicht wahr sein. Es gibt Leute, und das ist schon oft passiert, die eine lose Blättersammlung versenden. Ich weiß, viele haben einfach kein Geld für eine ordentliche Bewerbungsmappe. Aber wenigstens ein Schnellhefter für 30 Cent dürfte es sein.
    11. Doppelte Bewerbungen: Bitte, wir bearbeiten die Bewerbungen so schnell wie möglich. Ihr erhöht die Chancen nicht, indem ihr noch eine weitere Bewerbung los schickt. Auch nicht, wenn ihr euch da um eine andere Stelle bewerbt (?!).
    12. Beruf 3: "Ich bewerbe mich bei Ihnen als Fachinformatiker.". Ja, ne, ist klar. Leider gibt's Anwendungsentickler und Systemintegratoren. Wußtest du nicht? Dann ist der Job nichts für dich. Damals haben wir noch angerufen und nachgefragt. Heute nicht mehr.
  2. Vorstellungsgespräch
    1. Pünktlichkeit: Darauf achte zumindest ich sehr, typisch deutsch. Dazu zählt aber auch, nicht 45 Minuten früher da zu sein. Macht einen besseren Eindruck, als zu spät zu kommen, ist aber auch nicht so gerne gesehen.
    2. Anzug und Krawatte oder das Gegenteil: Tatsächlich ist es so, dass ein vernünftiger Programmierer, für den der Job weniger Beruf als viel mehr Berufung ist, sich damit identifiziert und, wie meine Kollegen der Nicht-IT gerne sagen, speziell ist. Lass den Anzug und die Krawatte sein. Das macht zwar bei unseren Chefs einen besseren Eindruck, bei uns ITlern aber nicht - und an uns müsst ihr zuerst vorbei (-:. Wir wollen keine Schmalzlocke, die sich hinter feinem Zwirn versteckt und dem Anzug das Reden überlässt. Oder anders gesagt: Ihr könnt uns mit eurer Kleidung in keiner Weise beeindrucken. Ihr versucht damit, etwas zu verkaufen, das ihr nicht seid oder wir nicht wollen. Geht euch lieber in einer Bank oder Versicherung vorstellen, wo ihr was darstellen könnt, ohne, dass was dahinter steckt. Wir wollen euch, nicht eure Kleidung. Versteckt euch nicht. Wir finden recht schnell heraus, ob ihr durch Aussehen beeindrucken wollt oder dahinter steht, was ihr sagt und was ihr wollt. Das bedeutet aber nicht, ihr sollt in Säcken gekleidet kommen. Eine vernünftige Hose, ein T-Shirt oder ein Hemd sind prima.
    3. Lügen: Manche meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Schade, denn wir gehen nach angegebener Leistung auf den Bewerber ein. Dumm, wenn er sagt, er könne prima C oder C++ und man stellt Fragen wie, was Variablen sind, wo der Unterschied zu Konstanten ist oder was objektorientiert heißt und der Bewerber tatsächlich nicht ansatzweise in der Lage ist, darauf zu antworten. Nett auch einer der Bewerber, der meinte, er könne HTML. Als ich ihn bat, fünf TAGs aufzuzählen, hat er gerade mal vier zusammenbekommen. Er steht in der Schule aber zwei. Ja, Junge, geh' hüpfen. Lügt nicht. Wenn ihr was könnt, toll, erzählt es. Geht aber davon aus, dass wir hartnäckig nachfragen. Wißt ihr was nicht, sagt es oder besser, sagt nicht, ihr könntet das. Das kommt nachher ziemlich dumm herüber, wenn ihr es doch nicht könnt. Versteht mich nicht falsch: In der Ausbildung werdet ihr all das lernen, dafür ist sie da. Es ist nicht schlimm, wenn ihr nicht wisst, was Variablen sind, aber dann sagt nicht, dass ihr seit einem Jahr programmiert.
    4. Was ist mir egal: "Ich mache alles, wenigstens Ausbildung.". Und tschüss.
    5. Ich mache bereits seit einem Jahr HBFI/schulische Ausbildung bei Siemens/Praktikum in der IT/Studium: Ja, prima. Dann habt ihr ja schon Vorwissen. Wir kennen den Stoff, der in der Zeit drangenommen wird. Und wir fragen nach. Fast niemand kann auch nur auf die einfachsten Fragen antworten. Entweder ist die Ausbildungssituation in Deutschland dermaßen schlecht oder die meisten Bewerber sind nicht ausbildungsfähig. Ein junger Mann, der seit zwei Jahren Informatik studierte, wusste nicht, was Algorithmen sind, wie man MAX(number) (ihr wisst schon, was ich meine) implementiert oder was If macht. Schändlich. Er wusste auch nicht, wie man die Fläche in einem Rechteck berechnet und ein Trapez war für ihn ein Dreieck.
    6. Test: Beim Vorstellungsgespräch führen wir direkt einen kleinen theoretischen Test mit zirka zwölf Fragen durch, danach folgt ein praktischer. Das anhand der in den Bewerbungen angegebenen Leistungsspezifikationen. Schreibt jemand, er programmiert bereits seit einem Jahr, dann soll er das auch zeigen. Niemand, wirklich niemand, hat das direkt hinbekommen. Nicht einmal ein Hello-World bekommen die Leute mit der Programmiersprache hin, mit der sie angeblich seit mindestens einem halben Jahr arbeiten (für die, die nicht wissen, was ein Hello-World ist: das ist ein kleines Programm, das auf dem Bildschirm schlicht "Hello World" ausgibt. In der Programmiererei hat sich eingebürgert, dass das das erste Programm ist, das man schreibt und auch das erste Programm ist, mit dem man eine neue Programmiersprache erlernt). Viele können nicht 0011 in dezimal umwandeln oder 19% auf einen Betrag aufrechnen. Gemein, dass wir einen solchen Test machen? Vielleicht. Aber die Fragen sind durchaus nicht gemein. Eine Frage ist beispielsweise, dass der Bewerber drei Leute, die bekannter sind, aus der Computerindustrie nennen soll. Kriegt niemand hin, bisher. Auch mehr als drei Betriebssysteme oder Programmiersprachen kann kaum jemand aufzählen (einer hat mal Windows XP, Windows Vista und Windows 7 gebracht...)
  3. Praktikum
    1. Am ersten Tag zu spät kommen: Der erste Tag ist der prägsamste. Da zu spät zu kommen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch verstehe ich, wenn die Bahn es nicht auf die Reihe bekommt, die Züge pünktlich ankommen zu lassen. Trotzdem ruft man dann in der Firma an, wenn man weiss, das man zu spät kommt und entschuldigt sich! (Jeder unserer Praktikanten hatte bisher ein Handy)
    2. Lügen oder Wunschdenken: Beispiel unserer letzten beiden Praktikanten. Der eine macht seit einem halben Jahr C#. Der andere seit einem halben Jahr C. Ersterer war nicht mal in der Lage, ein "Hello World" selbständig auf die Beine zu stellen, zweiterer war nicht in der Lage, einfache Anfängerprogrammieraufgaben zu erledigen. Beide hatten keine Ahnung von Basics wie If-Bedingungen oder Schleifen. Zweiterer meinte, sein Lehrer hat ihm gesagt, wenn du nicht weißt, welche Schleife du nehmen sollst, nimm eine "do...while"-Schleife, ist die am häufigst eingesetzte. Hat er auch überall gemacht. Die Bedingung im Schleifenkopf (...while(i=1); // ja, tatsächlich eine Zuweisung) klappt ja, mit goto sprang er aus der Schleife. Hielt er auch nach langer Diskussion für besser lesbar.
    3. Nicht hören: Erklärt man einem Frischling, wozu argc in "int main..." in C ist, und versteht er es beim ersten Mal nicht, ist das in Ordnung. Macht man Beispiele. Erklärt es wieder und wieder. Hat er es nach dem ungelogen zehnten Mal immer noch nicht verstanden, sieht sich aber auch nicht in der Lage, das mal in einem Buch nachzulesen, dann kann ich da auch nichts mehr machen. Richtig verstanden hat er es bis heute nicht. Der andere war nicht in der Lage, von "main()" nach "int main()" oder "int main(int argc, char **argv)" zu wechseln. Macht er immer so. Ist er so gewohnt (natürlich klappt das ohne den Rückgabetypen auch, dessen bin ich mir bewusst, ich kann generell den Rückgabetypen in C weglassen und implizit wird int angenommen (zumindest beim GCC), aber guter Stil ist es eben nicht).
    4. Abbruch: Bei einem Zweiwochenpraktikum in der zweiten Woche nicht mehr zu erscheinen, ohne eine mündliche Absage, ist vollkommen daneben. Junge, du bist nicht ausbildbar und genau aus dem Grund haben dich alle Firmen davor (wie du selbst sagtest) auch abgelehnt. Viel Spaß mit Hartz IV. Idiot.
    5. Lesen bildet: In der Zeit des Praktikums geben wir nur Empfehlungen oder Hinweise (wir reden jetzt von Praktika, die zeigen sollen, ob der jenige bei uns einen Ausbildungsplatz bekommt). Das bedeutet, wir wollen sehen, was ihr könnt. Die letzten beiden Praktikanten waren weder im Stande, ein Buch zu lesen, noch im Index was zu finden. Am ersten Tag die Frage, wozu die "#" in C da sind. Keiner wusste es. Am zweiten Tag die selbe Frage. Niemand wusste es. Ich fragte, ob sie nicht auf die Idee gekommen wären, mal nachzuschlagen (vor allem der, der seit einem halben Jahr C macht, sollte das eigentlich wissen), pures Entsetzen. Am dritten Tag die selbe Frage. Wieder wusste niemand was. Nur, dass man die halt macht. Am vierten Tag wieder nachgefragt. Dann die Antwort. Hach, schön. Naja, nicht ganz: "Ich habe weder im einen noch im anderen Buch was dazu gefunden.". Ich sah direkt nach. Im ersten Buch waren gut 12 Seiten damit, im zweiten gut 8. Bist du nicht in der Lage, ein Buch zu lesen, hast du in dem Job nichts zu suchen. Sorry, die Wahrheit ist hart.
    6. Ich wohne im Hotel und habe kein Internet, ein Buch über C konnte ich mir auch nicht leisten im letzten halben Jahr: Wenn du abends im Hotel wohnst, weil dein Heimatort so weit weg ist und du in einem halben Jahr nicht in der Lage warst, 6 Euro (ich habe bei terrashop nachgesehen) für ein C-Buch auszugeben (er war leidenschaftlicher Raucher, dafür hatte er Geld), dann frage wengistens nach, ob du dir eines der zahlreichen Bücher der Firma für den Abend ausleihen könntest. Auch das Angebot, das kostenlose "C von A bis Z" herunterzuladen, hättest du ja nicht ablehnen müssen.
    7. Manpages: Zwei Praktikanten bekamen FreeBSD und ein paar Programmieraufgaben (ganz einfache). Es wurde nicht nachgelesen, wie verschiedene Funktionen funktionieren oder was sie überhaupt tun (keiner konnte seine Quelltexte auch nur halb erklären), machte ich darauf aufmerksam, dass, wenn man die Funktionen ja nicht in den Büchern finden würde, wir die Manpages von FreeBSD installieren könnten. Leider lag die FreeBSD-CD auf dem Boden hinter dem Rechner (am Internet hingen beide nicht). "Die FreeBSD-CD liegt aber hinter dem Rechner auf dem Boden." - das war der Satz des einen Praktikanten, danach starte er eine Minute nur auf den Bildschirm, anstatt die CD aufzuheben. Ich bin gegangen. Manpages werden überbewertet. Wie dumm kann man sein?
    8. Zurhören, lernen, ausprobieren: Er macht C seit einem halben Jahr. Was "return" macht, weiss er nicht (?!). Aber die Vermutung: Ein "return 2" überspringt im Quelltext zwei geschlossene geschweifte Klammern (}). Nach langem Hin und Her und etlichen Erklärungen schien er es begriffen zu haben, was return wirklich tut. Einen Tag später, was "return 2" macht: "Weiss ich nicht, springt wahrscheinlich hinter die zweite geschweifte Klammer.". Argh.
    9. Bankautomat: "Schreiben Sie, in der Programmiersprache ihrer Wahl (in der Regel, beim letzten Praktikum haben wir C vorgegeben) ein Programm, das einen Kontostand anzeigt sowie Ein- und Auszahlungen ermöglicht, ohne Fehlerabfänge mit Ganzzahlen.". Herr Kompott versuchte sich dran. Hinbekommen, obgleich er schwor, er wisse, was er tut, hat er es alleine nicht. Unser Azubi und ich halfen ihm abwechselnd. Am nächsten Tag sollte er jenes einfache Programm erneut schreiben. Er meinte, er hätte es ja schon geschrieben, war kein Problem. Er wisse, wie das geht. Ich bestand auf eine Reimplementierung. Bekam er nach drei Tagen nicht hin. Auch nicht mit Hilfe. Ich mag es nicht, angelogen zu werden.
    10. Fragen: Bitte, wenn ihr was nicht wisst oder etwas unklar ist, dann fragt. Dazu sind wir da. Sowas wie "wusste ich nicht und habe auch nirgends eine Lösung gefunden" zählt nicht und macht einen negativen Eindruck.  Erninnert euch an das Sesamstraßenlied.
    11. Die Aufgabe ist aber scheiße: Ja, mag sein. Nicht mein Problem.
    12. Ich habe alle Kabel untersucht, war alles eingesteckt: Nein, war es nicht. Bitte behaart doch nicht auf eurer Meinung. Und bitte seht vernünftig nach. Ein nicht eingestecktes Stromkabel sollte jedem als Fehlerquelle auffallen. Aufmerksam du musst sein.
    13. Keine Lust: Warum bist du dann hier? Diese "meine Mama sagt, ich muss was machen"-Leute nerven einfach nur und kosten uns unsere Zeit. Und unsere Nerven.
    14. Früher gehen: Um 17:00 Uhr ist bei uns Schluss. Praktikant am zweiten Tag "Es ist bereits 17:05, können wir gehen?". Praktikant am vierten Tag " Es ist bereits 16:55, kann ich gehen?" (stand schon mit Jacke und Tasche da). Hätte ich mich nie getraut.
    15. Winter: "Wenn ich morgen zu spät komme, dann liegt das am Wetter.". "Nein, wenn Sie morgen zu spät kommen, liegt das daran, dass Sie nicht früh genug losgefahren sind. Je nach Wetter müssen Sie früher los.". "Ja klar, wegen Ihnen stehe ich schon um 6:00 Uhr auf und gucke, ob es geschneit hat." - Und tschüss.

Ich finde ein gutes Selbstbewußtsein wirklich sinnig und gut, aber was sich die Leute teilweise leisten, ist einfach nur vollkommen daneben. Das ist nur ein Teil, der hier abgehandelt wird. Ja, wir mögen härter sein, als andere Firmen. Aber ein gewisses Grundmaß an Engagement, Liebe zum Beruf, Verstand und Lust muss einfach da sein.

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