Kletterpark Bad Neuenahr-Ahrweiler

Auspowern für Groß und Klein

Von Thorsten Geppert am 22.09.2010, geändert 03.06.2011 (5870 Aufrufe).

Sportliche Aktivitäten tun den meisten gut, so auch mir, dem Unsportlichsten von allen. Dennoch habe ich mich für den Kletterpark verabredet. Es ging nach Bad Neuenahr, in den Wald-Kletterpark, Königsfelder Straße. Er ist einfach zu finden. Man fährt durch ein langes Waldteilstück, bis man den gut dimenstionierten Parkplatz erreicht.

Zu Preisen von bis zu 25 Euro pro Person (Erwachsener, Klettern und Todesschleuder) darf man sich 2,5 Stunden vergnügen. Vor dem Vergnügen stehen allerdings zwei Dinge. Erstens das Ausfüllen eines Formulars, womit man mehr oder minder seinen Gesundheitszustand bescheinigt und zweitens die Einweisung.

Zum Klettern muss eine Gruppe immer aus mindestens zwei Personen bestehen. Alleine bei Lust und Laune geht erstmal nicht, zumindest nicht als Anfänger. Hat man das Formular ausgefüllt (man kann es auch herunterladen und zu Hause ausfüllen), wird man zur Einweisung geschickt. Hier als erster negativer Punkt: uns wurde gesagt, wir sollen zur Einweisung gehen. Wir sind dann natürlich direkt zum Einweisungsparkour gegangen und haben da vergeblich auf den Einweiser gewartet. Die Einweisung findet neben dem Verkaufswagen statt.

Die Einweiserin machte einen sehr netten Eindruck. Sie hielt sich nicht mit viel Geplänkel auf und übergab uns sofort das Sicherungspaket, das wir anziehen und festzurren mussten. Hier wäre vielleicht eine Bank, auf der man das machen könnte, ganz nett gewesen, da ein Großteil des Bodens aus Schlamm besteht.
Anschließend ging es sofort in den Einweisungsparkour. Nach den ersten Erklärungen (wozu dient welche Sicherung, wierum hakt man die ein) zeigte die Einweiserin die gesamte Vorgehensweise. Wir mussten das dann genau nachmachen. Ich empfand die Einweisung als kompetent und absolut ausreichend. Danach wurden wir losgeschickt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Einweiserin noch ein wenig begleitend gewesen wäre, da es für absolute Laien doch recht gefährlich werden kann. Ab und an habe ich sie aber dort stehen und beobachten sehen. Nicht nur sie, der Park beziehungsweise die Gäste werden von mehreren beaufsichtigt.

Es sei angemerkt, dass man auch kostenlos den Park im Wald besuchen und begutachten darf. Einzig klettern darf man dann natürlich nicht.

Was soll ich sagen? Als unsportliche Person wird die spontane Kletteraktion natürlich schnell zur Tortur. Es macht eine menge Spaß, ist aber sehr anstrengend und kräftezerrend. Die Gerätschaften und die Sicherheitsausstattung machen sehr gute Eindrücke, einzig der Waldboden hätte meiner Meinung nach ein wenig besser aufbereitet sein sollen. Auf recht steilen Wegen ragen oftmals Wurzeln und Steine hervor, die ein Stolpern auf dem teils matschigen Boden begünstigen. Auch habe ich bei einem Schild gesehen, dass die Befestigungsnägel hinten herausragten. Das schadet dem eigentlich guten Gesamteindruck.

Der Park besteht aus verschiedenen Zonen. Adventure 1 bis 4, Discovery 1 und 2 (für Kinder - sie müssen nur einmal gesichert werden und können sich dann dort nahezu gefahrlos bewegen) sowie der Todesschleuder, der Megaseilbahn, der Paradieswiese und einem kleinen Kinderspielplatz. Auch Toiletten sind vorhanden.

Fazit

Es macht eine Menge Spaß. Die Geräte machen einen guten Eindruck, die Seile und die Ausrüstung wirken stabil. Die gute Einweisung macht bereits Spaß. Einzig Stolperfallen und das Alleinlassen bei den ersten Kletteraktionen trüben den Gesamteindruck. Als Tipp: ziehen Sie sich alte Kleidung an. Jede Kletterzone (Adventure 1 bis 4) wird via Seilbahn verlassen. Da kann es schon passieren, dass man mit der Hose bremst. Und machen Sie sich auf kleinere Blessuren gefasst. Den Preis allerdings finde ich für 2,5 Stunden ein wenig zu hoch.

Bilder

     

 

 

 

     
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