Wie weit darf man gehen?

Kindergarten

Von Thorsten Geppert am 21.01.2012, geändert 27.01.2012 (5049 Aufrufe).

Nun habe ich insbesondere einen Kollegen, der an Arroganz kaum zu übertreffen ist. Seine Art, mich auch in meiner Freizeit zu stören, ist bzw. war penetrant. Als ich bereits nicht mehr ans Telefon ging (merke: in meiner Freizeit), penetrierte er meinen Kollegen. Keiner hat mehr Lust auf ihn, und auf einem Scoring-Board ist er bereits tief im Minusbereich. Und er merkt es nicht mal, dass niemand mehr wirklich Lust hat, sich um seine Probleme zu kümmern.

Nun war es so, dass mich gestern abend jemand anrief. Ich konnte nicht ran gehen, da ich gerade voll bepackt war. Kurz darauf rief ich zurück, ich kannte die Nummer nicht, und schon war dieser eine Kollege dran. Nachdem mir kurz durch den Kopf ging "Auflegen?" dachte ich dann, dass ich keine Lust habe, am Montag wieder bei der Geschäftsleitung zu sitzen und mich verteidigen zu müssen. Also versuchte ich, zu helfen. Er kam nicht ins Internet. Erster genannter Grund war, weil mein Kollege was an seinem Netzwerk verstellt hätte. Zweiter, dass sein Vodafone-Router nicht richtig ginge. Per iPad käme er aber noch ins Internet. Ich habe geprüft, ob das Ding auf DHCP steht, mehr kann man aus der Ferne nicht machen, tat es. Damit war die Sache für mich erledigt.

Das Telefonat endete dann mit der Spitzfindigkeit "Naja, DU BIST JA NICHT SCHULD, also ist es AUCH NICHT DEIN PROBLEM!". Ja, gut gemerkt, dann ruf' mich bitte nicht mehr an.

Kindergarten. Recht auf Support in meiner Freizeit zum mindestens fünften Mal verwirkt.

An die (meisten) anderen Kollegen: das hier ist eine Extremsituation. Natürlich helfe ich auch gerne nach Arbeitsschluss bei Problemen.

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