Xerox und deren Versprechen bei Kopierern

AGB tut meistens weh

Von Thorsten Geppert am 17.11.2011, geändert 17.11.2011 (5035 Aufrufe).

Drucken, scannen, kopieren, faxen - das sind die Eigenschaften, die nahezu jede Firma braucht, auch unsere. Mit den Konica-Minolta-Geräten (Bizhub C300 und 250) waren wir alles andere als zufrieden und wir kündigten den laufenden Vertrag noch lange vor Ablauf. Dann hieß es: neue Kopierer müssen her.

Unter den ganzen Klinkenputzern war auch Xerox. Nach einigen Gesprächen mit unserem Ansprechpartner sowie der Vorführung und dem halbtägigem Ausprobieren verstrich einige Zeit.

Unsere Anforderungen waren klar. Die Geräte müssen unter Linux und Mac OS X laufen. Und das vernünftig. Das wurde uns bei allen Gesprächen zugesagt.

Dann kam der Vertrag. Obgleich es viele wohl nicht machen, nahmen wir ihn ganz genau unter die Lupe. Mal abgesehen von Paragraphen, die bestimmten, dass wir auch Techniker an unsere Server und anderen Geräte lassen müssen, wenn die Techniker meinen, dass diese ein Fehlverhalten der Kopierer auslösen (eine Unverschämtheit), gab es noch den Paragraphen, den ich mal widergeben möchte (den genauen Wortlaut habe ich nicht mehr):

Alle zuvor besprochenen, von Ihnen gestellten oder mit uns abgesprochenen Funktionen, werden bei Unterzeichnung sofort ungültig und sind nicht Gegenstand des Vertrags.

Wir riefen dann da an und unser Ansprechpartner sagte uns: "Ich werde Ihnen keinesfalls garantieren, dass die Geräte auch nächstes Jahr mit Linux funktionieren. Wo ist Ihr Problem?".

Damit hat Xerox mindestens einen Kunden verloren. Mir ist nicht klar, warum die dann vorher Termine machen, Besprechungen halten, die Leute in einen Showroom lassen, eine Teststellung veranlassen (die wir dankend dann ablehnten), wenn letztlich nur der von Xerox festgeschrieben Vertrag gültig ist und dort keinerlei Abweichungen gemacht werden können.

Ein weiterer Kritikpunkt war, das kostenlose Fehlerbehebung seitens Xerox ausgeschlossen wird und dann kostenpflichtige Updates anstehen. Sprich: funktionieren die Kopierer nicht richtig, da die Software mangelhaft ist, ist man gezwungen, eine neue (Firmware) zu erwerben. Unfassbar.

Nach der Katastrophe mit der TK-Anlage und den Erfahrungen bisher mit den Kopierern kann ich nur eines sagen: wir nehmen sowas ab jetzt in die eigenen Hände.

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